Monatliche Gedankenspiele

 

Donnerstag, den 4. März 2021

 

Eine gute Balance  ( von Oliver Spies)

 

" Auf einem Flohmarkt fand ich eine alte Waage. Warum ich sie mitgenommen habe, kann ich gar nicht genau sagen.

In der Küche haben wir eine, die herrlich einfach auf Knopfdruck funktioniert. Bei den alten dagegen muss man Gewichte vorsichtig an einer Schiene austarieren. Erst wenn die richtige Balance hergestellt ist, kann man das Gewicht ablesen. Statt in der Küche fand ich deshalb einen dekorativen Platz für sie im Arbeitszimmer. Eigentlich ein guter Platz, um schöne Worte zu sammeln. Oft gebe ich ja den anderen mehr Gewicht: Schneller als ich " Stopp" rufen kann liegt das schiefe Wort, der krumme Ton, der kühle Blick auf der inneren Goldwaage. Und dann fällt es schwer, wieder Gegengewichte für den Ausgleich zu finden. Deshalb sammle ich in der Waagschale seitdem schöne Post. Keine graue Alltagsschreiben, sondern freundliche Grüße auf bunten Karten.

Handgeschriebene Worte, in denen jemand an mich denkt, Zeilen mit guten Wünschen für den Weg, der kommt. Es macht mir Freude, die Post immer wieder neu auszuwiegen. Dabei habe ich festgestellt, dass sie noch mehr Gewicht bekommt, wenn ich sie noch einmal lese und dann selbst zu Karte und Stift greife. "

 

aus dem Büchlein "wandeln / Mein Fasten-Wegweiser 2021"

von Andere Zeiten (www-anderezeiten.de)

 

Es ist wie immer so schön diesen Wegweiser durch die Fastenzeit zu haben.

Noch schöner ist es, ihn nun schon zum wiederholten Male von einer treuen Mit-Fasterin und Freundin aus unseren zweimal im Jahr stattfinden Heilfastenkursen zum Geschenk bekommen zu haben.

 

Viele solcher Erfahrungen wünsche ich Allen, die sich hier auf der Seite einfinden.

7 Wochen ohne hat in diesem Jahr das Thema: " Spielräume - Barrieren überwinden"

 

Mit einem ganz herzlichem Schalom grüße ich Dich / Sie

 

Benigna Grüneberg

 

 

Montag, den 1. Februar 2021 

 

Der Februar hat nun den ersten Monat des Jahres 2021 abgelöst.

Zeit für meine Gedankenspiele. :-)

Viel saust in diesen so herausfordernden Zeiten durch meinen Kopf.

 

In den beiden Büchern von Christian Berkel ( "Der Apfelbaum" und "Ada") ,die ich in der letzten Zeit meinem Mann vorlas, rührte mich neben vielem Anderen der Satz des 1957 geborenen Autors. " Man muss sich auch in die Gedanken der anderen Seite einfühlen"

 

Das erinnerte mich an einen Satz aus dem Schatz der Ureinwohner Amerikas: " Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bist."

 

Berkel selbst zu seinem Erstwerk:

 

" Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen. Dann erfand ich sie neu"

Für den Roman seiner Familie hat der Autor und weltberühmte Schauspieler seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, der Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.

 

Einige Kommentare dazu:

1) " Ein lesenswertes, reflektiertes Epos deutscher und europäischer Geschichte...Ein lebendiger, facettenreicher Roman, der von den Sehnsüchten, Idealen und Mordtaten des 20. Jahrhunderts erzählt."  ( NZZ)

2) " Wunderbar zu lesen, tragisch, mutmachend , herzberührend und so gut geschrieben, dass man das Buch nicht weglegen möchte. Empfehlenswert." 

( Rhein-Main Magazin)

3) Berkel verdichtet die Biografie seiner Mutter zu einem packenden Frauenschicksal, das von dem Ringen um Identität, der Sehnsucht nach Heimat und einer großen Liebe erzählt."

( Der Spiegel)

4) " Der Apfelbaum ist ein deutsches Epos über Antisemitismus, Flucht, Krieg und das Wunder einer Liebe."

( Welt)

5) Christian Berkel versteht es, den Leser mitzunehmen auf seine literarische Reise, in die Welt zwischen Freiheitswillen, Glamour, Revolution und Liebesverlust."

( WDR 5)

 

Das zweite Buch erzählt von dem Erleben der großen Schwester, dem Kriegskind, 1945 geboren, Ada , und damit die Geschichte der 68iger.

 

Amanda Gorman, Poetin mit ihrem herausragenden Beitrag zur Inauguration von Joe Biden und Kamala Harris hatte zwei Fragen an Hörer*innen eines Workshops :

" Auf welchen Schultern stehen Sie und wofür stehen Sie?

 

Wesentliche Fragen sind das grade heute, wo Vieles in Frage gestellt wird, Vieles im Umbruch ist und Viele sich aus Angst , nach hinten wenden und meinen, früher wäre alles besser gewesen oder Verschwörungstheorien verfallen, um sich in einfacheren Erklärungsmustern bzw. dem Abschieben auf Sündenböcke, sicherer zu fühlen.

 

Zukunft braucht Erinnerung

Das zeigte Amanda Gorman u.a. in ihrer Rede.

Lassen Sie sie einfach mal wirken, denn die Probleme der USA sind auch Unsere.

 

Amanda Gorman "The Hill We Climb" - deutsche Untertitel - YouTube

 

Berührend und unglaublich authentisch fand ich den folgenden Vortrag des neuen amerikanischen Präsidenten im Juni 2016, vor einem Institut ,das sich um die Stotterer kümmert.

 

Joe Biden hält einfühlsame Rede über sein Stottern (deutsche Untertitel) - YouTube

 

Die ganze letzte Zeit, im Wahlkampfgetümmel in den USA, suchte ich , wie manch beeindruckende Journalisten, nach den Wurzeln der Spaltung, wollte alle Seiten hören.

 

Denn nun steht uns ein Superwahljahr bevor und das in Pandemiezeiten. Ungünstig... sehr ungünstig!

 

Was meinte Amanda Gorman:

Lasst uns nun nicht  die Probleme zwischen uns sehen, sondern nach vorne gucken. Wo wollen wir hin?

 

Das hat mit Identität zu tun. Und das ist das Problem grade in vielen Ländern.

 

Wir brauchen keine Imagekampagnen, sondern wahrhaftige Menschen, die nicht nur auf die nächste Wahl schauen.

 

Mut zum Denken wünsche ich uns Allen

und zum Mund aufmachen gegen rückwärtsgewandte, gefährliche Aussagen

Aufstehen für unsere Demokratie, für Menschlichkeit

 

Das ist eine große Kunst.

 

Halten Sie durch.

Bleiben Sie gesund und hoffnungsfroh

 

Ihre / Eure

Benigna Grüneberg

 

 

 

Dienstag, den 5. Januar 2021

 

Zeit

 

Nach bisheriger

Vermutung

läuft

     sie ab

   von

hinten

       nach         vorn.

     Inzwischen

weiß

                die

     Physik,

              dass es

möglicherweise

              nicht

                      so ist.

Am besten ,             du

          setzt

                           dich

            hin und

                                 lässt

sie

           tropfenweise

           über

                                 die Finger

rinnen.

und freust dich. 

 

    Janosch 

 

aus " Der Andere Advent" Kalender 2020/21 

 

Ganz herzlich möchte ich Sie/ Dich mit diesem Gedicht zum Neuen Jahr grüßen.

 

Bleiben Sie, bleib Du, gesund und hoffnungsfroh

 

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

"Mittwoch, den 2. Dezember 2020

 

Wie geht es Ihnen/  Euch in dieser so ganz anderen Adventszeit als in all den Jahren Eures Lebens?

 

Seit Jahren gibt es den " Anderen Advent's  Kalender von dem Initiativverlag

" Andere Zeiten" ( www.anderezeiten.de), dem es mit diesem Kalender, aber auch mit anderen Aktionen und ihrer viermal im Jahr erscheinenden Zeitung darum geht, die Feste des Kirchenjahres aus den verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten.

Sie wollen uns wieder vertrauter machen mit dem Kirchenjahr, denn Vieles ist verloren gegangen in den letzten Jahrzehnten, ist den Menschen fremd geworden, trägt nicht mehr

 

Und nun haben wir wirklich einen anderen Advent, ohne Weihnachtsmärkte, ohne überfüllte Fußgängerzonen im Lichterglanz, ohne die vielen Advents, -und Weihnachtsfeiern........, die für Viele einfach so wichtig sind, um in Stimmung zu kommen.

Aber was heißt das eigentlich, in Stimmung kommen?

.......

...........

 

Ein Lied formuliert das so:

 

" Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel , oh Herr..

Dass du mich einstimmen lässt - YouTube

 

Es ist kein Adventslied, aber kommt mir eben beim Schreiben in den Sinn.

 

Vielleicht bringt es in Euch etwas in Bewegung?

 

"Mache dich auf und werde licht,

denn dein Licht kommt.."

 

Da hat Jemand seine Ankunft angekündigt, das Licht, die Liebe will zu dir kommen, in dein Herz.

 

Der Wochenspruch der ersten Adventswoche lautet:

 

"Siehe, dein König kommt zu dir,

ein Gerechter und ein Helfer."

 

Machen wir uns bereit.

 

Eine Dennoch Adventszeit, mit vielleicht ganz neuen Erlebnissen, Einsichten und tiefer Freude 

wünsche ich Euch, die Ihr / die Sie hier auf dieser Seite gelandet seid / sind

 

Schalom

 

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Sonntag, den 1. November 2020

 

Heute möchte ich mit Euch ein Gedicht von Mascha Kaléko teilen, welches ich vor kurzem in einem Gemeinschaftsbrief fand, den viele Frauen gemeinsam zusammengebracht haben.

 

"Rezept

 

Jage die Ängste fort

und die Angst vor den Ängsten.

Für ein paar Jahre

Wird wohl alles noch reichen.

Das Brot im Kasten

Und der Anzug im Schrank.

 

Sage nicht mein.

Es ist dir alles geliehen.

Wie wenig du brauchst.

Richte dich ein

Und halte den Koffer bereit.

 

Es ist wahr, was sie sagen:

Was kommen muss, kommt.

Geh dem Leid nicht entgegen.

Und ist es da,

Sieh ihm still ins Gesicht.

Es ist vergänglich wie Glück.

 

Erwarte nichts.

 

Und behüte besorgt dein Geheimis.

Auch der Bruder verrät,

Geht es um dich oder ihn.

Den eignen Schatten nimm

Zum Weggefährten.

 

Feg deine Stube wohl.

Und tausche den Gruß mit dem

Nachbarn.

Flicke heiter den Zaun

und auch die Glocke am Tor.

Die Wunde in dir halte wach

unter dem Dach des Einstweilen.

 

Zerreiß deine Pläne. Sei klug

und halte dich an Wunder.

Sie sind lang schon verzeichnet

Im großen Plan.

Jage die Ängste fort

Und die Angst vor den Ängsten."

 

Mascha Kaléko aus  " Die paar leuchtenden Jahre"

 

mehr von dieser faszinierenden Dichterin: https://www.maschakaleko.com/

 

 

Ich denke, die Worte passen zu der momentanen Zeit, in der so viel aus der Balance zu kommen scheint. im Kleinen wie im Großen, im Privatem wie im Politischen, in unserem Land und in der Welt.

 

- Ich hoffe auf Weisheit der Wähler*innen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

- Ich hoffe auf nicht nachlassende Geduld und Einsicht bei uns in Deutschland.

- Ich hoffe, das sich die Gastronomie , Hotels und Pensionen, die Kinos und der ganze Kulturbetrieb, der Sport ,die in so besonders heftiger Weise nun getroffen sind, die Kraft haben durchzuhalten und sich unserer Solidarität gewiss sich fühlen können.

 

Und ich weiß, dass Wir Alle nicht tiefer fallen können , als in Gottes liebevollen Hände.

 

Bleibt gesund und zuversichtlich

 

Mit einem herzlichem Schalom

grüßt Euch

 

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Montag, den 12.Oktober 2020

 

Mein Erntedank

 

" Erkennen...

wie viele große und wertvolle Erfahrungen ich in

den letzten Monaten machen durfte

 

Ruhig werden...

um zu sehen, wie viel mir geschenkt ist

 

Nachdenken...

über das, was mir wirklich wichtig ist im Leben

 

Tief drin...

Dankbarkeit spüren

 

Ehrlich...

mit mir selbst sein

 

Danke sagen...

zu all denen, die mir in meinem Leben guttun

 

Auch an die denken...

denen es nicht gut geht und denen vielleicht sogar

ich Gutes tun kann

 

Neu den Blick...

öffnen für das, was kommt

 

Kleine Augenblicke...

wahrnehmen und tief im Herzen bewegen."

 

                          aus  "Alles hat seine  Zeit"  Frauenkalender 2020

 

Man kann nun den Herbst riechen, sehen, spüren......

 

Die Natur möchte uns helfen, uns umarmen, Durchatmen lassen, wohl tun,

In mancherlei Not, grad in dieser in den Generationen nach 1945  so noch nie erlebten Zeit.

 

Wie meinte es Peter Rosegger, ein romantischer Dichter der Deutschen:

 

" Die wildesten Konflikte des Herzens

klären sich nicht durch Tränen.

sondern nur im reinen Tau des Waldes."

 

Vielleicht nehmen Sie, nehmt Ihr die Erntedank-Gedanken auf einem Spaziergang  mit?

 

Be blessed

 

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Dienstag, den 1. September 2020

 

" Der Komfort

' Sie leben in großem Komfort'. Im Luxus.

Komfort kommt vom lateinischen conforto:  sich stark machen.

Im Italienischen wurde daraus conforto als Ermutigung, als Trost.

Der 'Komfort' als Trost für einen Mangel, für einen Schmerz,

zum Ausfüllen einer Leere.

Je armseliger ein Mensch in seinem Innern,

desto bedürftiger der komfortablen Umgebung.

Die Frau, vom Ehemann betrogen, kauft sich ein teures Kleid, ein teures Parfum.

Die N's mit ihrem Luxushaus, die B's mit ihrem Jaguar

die alten verdorrten, nordamerikanischen Witwen mit ihrem Schmuck,

die unfähigen Zölibatäre mit ihrem Essenskult:

alles Ersatz für Mangel an Liebe, an lebendigem Leben.

Oder auch Schutzmauer gegen jeden Schmerz;

das komfortable Leben, das der Not der anderen keinen Einlass gewährt.

Franziskus von Assisi brauchte keinen Luxus;

sein Komfort war seine Liebe."

 

 aus Luise Rinser  " immer ist jetzt / Tagebuchaufzeichnungen"  1992

 

Zitat aus einem Zeitungsartikel Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt 18. April 1989

über die Schriftstellerin, die u.a. eine tiefe Freundschaft mit dem katholischen Theologen Karl Rahner verband:

" Halb ist sie Nonne, halb Barrikadenweib. Auf der Rocca di Papa denkt die Schriftstellerin Luise Rinser über Astrologie und Mystik nach, über die Seele von Tieren und den Geist Gottes. Über das Leben nach dem Tod sagt sie ' Es ist für mich ausgeschlossen, dass etwas aus ist."

 

 

"Brother Sun and Sister Moon" 

ein berührendes Lied  aus einem Film über das Leben von Franz von Assisi

https://www.youtube.com/watch?v=auoIdVPiqXU

 

und noch ein bewegender Ausschnitt:

sein Erwachen

https://www.youtube.com/watch?v=e3jakxxbrUQ

 

 

 

Einen bunten Herbst wünsche ich allen Besuchern dieser Seite

 

Ciao

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Sonntag, den 2. August

 

Gestern kam ein Buch eines guten Freundes, Andy Lang, bei mir an.

Es heißt: Die Krise als Chance  / Eine Einladung zum Reifen

 

In zwei Pilgerreisen führte er u.a. meinen Mann und mich zu Kraftorten in Irland und Schottland .

Zwei Wochenendseminare in seinem wunderbaren Refugium in Gefrees unter dem Thema " Tiefe Wurzeln tragen" wirken weiter in uns.

 

Ich habe das Präludium am Anfang gelesen und erlaube mir, ihn zu zitieren, da ich mich in den Worten unglaublich wiederfinde.

 

"Geiz ist nicht geil, sondern peinlich!

Gier ist kein probates Mittel zum ökonomischen Handeln, sondern der Urgrund aller Destruktivität und Ungerechtigkeit!

Abschottung und nationalistisches Denken ist von gestern, Solidarität und gegenseitige Wertschätzung ist die Tugend von heute!

Es hat sich bereits herumgesprochen:

Beziehungsqualität wird die neue Währung der Zukunft sein.

Der Mammon ist gestürzt und als das entlarvt, was er schon immer war: ein Götze!

...

 

Meine persönliche Antwort:

Nie mehr.

Die alte Welt ist vergangen.

Das neue ist noch nicht da, aber es formt sich bereits, unsichtbar, vernetzt, systemintelligent.

In dieser Zwischenzeit müssen wir lernen zu vertrauen und die Kräfte unserer Herzen und Köpfe zu verbinden.

Jetzt ist die Traumzeit, die Visionssuche, die große Stille, aus der Neues entstehen kann.

Alle alten, indigenen Völker wussten es: es muss solche Zeiten geben, damit die Gemeinschaft überleben kann in sich wandelnden Zeiten.

Nichts bleibt immer wie es ist.

Daher müssen wir uns selbst wandeln - oder vergehen."

 

Soweit Andy Lang, auf dessen Homepage www.andy-lang.de Ihr das  gesamte Präludium lesen könnt und zahlreiche Kommentare.

 

Und nochmal Andy:

" Ich bin überzeugt, dass Millionen von Menschen es in diesen Tagen spüren:

Die Zeit ist reif!

Veränderung ist möglich!

Es gibt Hoffnung!

Und ja, es gibt auch Angst."

 

 

140 Monatsworte sind im letzten Jahr in den Urgründen des Netzes versunken durch einen versehentlichen, falschen Knopfdruck.

Das hat mich sehr geschmerzt, aber auch etwas gelehrt.

Loslassen

Nach vorne Schauen

Neu Anfangen

 

Nur Mut

 

Wer Mut sät, wird Zukunft ernten

Kommt der Mut, geht der Hass

( zwei wunderbare Worte vom Europawahlkampf der Grünen)

 

Stärken wir die Demokraten.

Stehen wir auf gegen den furchtbarsten Virus, der sich zur Zeit immer mehr ausbreitet das Misstrauen , dass den Hass fördert

 

Ich wünsche uns NRW lern Weisheit bei unserer Wahlentscheidung im September. 

 

Es ist immer noch Sommer

Genießen wir ihn

Suchen wir das Schöne und auch die Stille, denn diese nährt uns.

 

Mit herzlichem Gruß

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Donnerstag, den 2. Juli 2020

 

Der Sommer ist da :-)

Die Ferien haben begonnen.

Viele Menschen zieht es zum Meer.

 

Ist es der Reiz der Weite, das beruhigende Geräusch des Kommens und Gehens  der Wellen, feinen Sand zu spüren, hinaus zu schwimmen.....oder einfach nicht greifbar, weil ein Zauber....?

 

Ein Wort fand ich heute :

 

DEIN WEG

 

Worauf wartest du

hol deine Träume hervor

nimm die weiße Muschel vom

Sand

halte sie dir ans Ohr.

 

Worauf wartest du

hörst du den Sehnsuchtston

Jahre vergehen wie Tage

die Sonne senkt sich schon

 

Worauf wartest du

der Horizont ist weit

folge dem Ruf deines Herzens

geh, es wird Zeit.

                            Doris Bewernitz

 

 

Dein Beruf ist, was dich ruft

        Clemens Brentano

 

- Gedanken aus dem Frauenkalender " Alles hat seine Zeit" -

 

Unser West.Kunst Büdchen bleibt nun doch noch weiterhin geschlossen. Leider.

 

Doch Vieles ist in Vorbereitung und in Bewegung.

 

Ich wünsche allen Leser*innen dieser Monatsworte viel Phantasie, Mut, und Zuversicht , den so gravierenden Herausforderungen Neues entgegenzusetzen, Noch-Nie-Probiertes und das Vertrauen nicht zu verlieren.

 

Licht und Liebe

 

Mit herzlichem Gruß

Benigna Grüneberg

 

 

 

Pfingstmontag, den 1. Juni 2020

 

Warum lernen wir nicht, bunt wie der Regenbogen zu denken.

Warum verstehen wir nicht, dass erst alle Farben den Hoffnungsbogen am Himmel widerspiegeln?

Desmond Tutu prägte für sein Südafrika den Namen " Regenbogen-Nation"

Wie inspirierend und ermutigend ist das.

Was soll die Schwarz-Weiß Malerei?

Wir Menschen sind eher alle gestreift wie Zebras oder grau wie Esel,

oder eben am besten bunt, bzw. stehen wir zu unserer Farbe und lassen dem Anderen Seine.

 

Mich bewegt zutiefst, was zur Zeit in den USA geschieht.

 

Was meinte heute ein New Yorker Polizist, der sich hingekniet hatte.

" Wenn dies dem Frieden dient, werde ich nun jeden Tag knien"

 

Oder der Mann, der freiwillig vor dem Weißen Haus die Straße säubert, um ein Zeichen zu setzen, dass die Mehrheit der Menschen doch friedlich demonstriert, nicht zerstören will.

 

Ich hoffe, dass die Menschen sich stärken in der Erinnerung an Martin Luther King  und seiner Botschaft.

 

Und wir hier?

Was können wir tun?

 

Courage zeigen, wo immer Menschen angegriffen werden, in Wort und Tat.

Courage kommt von Cor , was übersetzt Herz meint.

Herzensstärke also, Wahrhaftigkeit, Authentisch Sein, mutig

und

Prüfen, was wir hören

Darüber miteinander reden

Dem Anderen wirklich zuhören, versuchen den Ursprung zu finden .

 

Einen wunderbaren Dreiklang hörte ich bei einem Open-Air Pfingst-Gottesdienst, was Pfingsten uns sagen kann

- Erinnerung

- Einkehr

- eine gemeinsame Sprache finden

 

und noch etwas

Gottes Geist befreit zum Leben und Lieben

 

" O komm du Geist der Wahrheit

und kehre bei uns ein.

Verbreite Licht und Klarheit.

Verbanne Trug und Schein.

Gieß aus dein Heilig Feuer

rühr Herz und Lippen an..."

 

so heißt es in einem Pfingstlied

 

und das ist meine Bitte für unsere Welt,

in der ein klitzekleiner Virus uns  Alle an Grenzen bringt,

das Beste aus uns hervorlockt,

aber auch das Schlechteste sichtbar macht

und ein viel schlimmerer Virus zunehmend sein Unwesen treibt, nämlich das Mißtrauen.

 

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich

und lassen Sie sich Ihr Vertrauen nicht nehmen

 

Einen hoffnungsvollen Juni wünsche ich allen Besucher*innen dieser Seite

 

Ihre

Benigna Grüneberg

 

 

 

Sonntag, den 3. Mai 2020

 

 

Der Mai ist gekommen,

der Wonnemonat

 

" Im Mai ist Poesie in der Luft"         

  ( Monika Minder)

 

" Die Poesie ist der Schmetterling auf der Blume der Welt"

  ( Wolfgang Menzel 1798-1873)

 

 

Der Frühling weiß es

 

Weiss wie Schnee
leuchten die Blüten der Kirschbäume.
Nichts ist mehr leer -
nur grosses Erfreuen.

Falter flattern lieblich umher,
Blumen wiegen am Weg.
Verflogen ist, was gestern noch schwer.
Der Frühling zeigt, wie Leben geht.

 

(© Monika Minder)

 

 

" Wenn wir der Liebe

den ersten Platz einräumen,

füllt sich nicht nur unser Herz,

sondern das der Welt:"

( Monika Minder)

 

 

Ich denke, so einen Mai hat noch Keine/r von uns erlebt.

Alles sehnt sich nach draußen, um das überschäumende Erwachen der Natur zu spüren.

Und es sieht so aus, als ob der momentane Stand der Infektionen es zulassen wird, dass manches mehr sich für uns öffnet, mit Bedacht und Verantwortung.

Möge es so sein.

Da denke ich jetzt ganz besonders an die jungen Familien, die Kinder.

 

Bleiben Sie Alle gesund, hoffnungsvoll und zuversichtlich

und voll Liebe

 

Mit ganz herzlichem Gruß

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Donnerstag, den 2. April 2020

 

Lesefrüchte in dieser so schwierigen, herausfordernden Zeit

 

" Geduld ist für den Geist das Schwerste.

Es ist das Schwerste und das Einzige,

was zu lernen sich lohnt.

Alle Natur,

alles Wachstum,

aller Friede,

alles Gedeihen und

Schöne in der Welt  beruht auf Geduld, 

braucht Zeit,

braucht Stille.

braucht Vertrauen."

        Hermann Hesse  ( aus : Mein Fastenwegweiser Wandeln 2020 )

 

 

" Auch bedarf der Mensch,

der gewöhnlich sein Leben in

Zerstreuung und Leichtsinn vor sich hin lebt

und immer voraneilt,

ohne zu wissen, was ihn eigentlich treibt

und was er eigentlich will,

in seinem Laufe von Zeit zu Zeit

angehalten und zu sich selbst zurückgeführt zu werden;

er bedarf eines Steins am Wege,

auf den er sich hinsetze und

in sein vergangenes Leben zurücksehe."

      Matthias Claudius  ( aus: Mein Fastenwegweiser Wandeln 2020 )

 

 

Lauschen lernen

" Schließen Sie die Augen.

Was hören Sie genau jetzt,

in diesem Moment?

Dass der Vogelgesang langsam wieder anschwillt?

Den Kühlschrank. der viel zu laut brummt

und den Sie endlich austauschen wollen?

Das Rauschen des Blutes in Ihrem Kopf,

einen Popsong vom Baugerüst gegenüber?

Oder das Ticken der Uhr:

Es lässt Sie daran denken, dass das Leben endlich ist

und

die Zeit hier und jetzt

ein Geschenk."

     ( aus : Mein Fastenwegweiser Wandeln 2020)

 

 

" Lebenswerte Dinge kann man

für kein Geld der Welt kaufen."

                  Antoine de Saint-Exupery

 

 

Werte

" Die guten Dinge des Lebens

sind alle kostenlos:

die Luft, das Wasser, die Liebe.

Wie machen wir das bloß,

das Leben so teuer zu halten,

wenn die Hauptsachen kostenlos sind?

Das kommt von frühen Erkalten.

Wir genossen nur damals als Kind

die Luft nach ihrem Werte

und Wasser als Lebensgewinn

und Liebe, die unbegehrte,

nahmen wir herzleicht hin.

Nur selten noch atmen wir richtig

und atmen die Zeit mit ein,

wir leben eilig und wichtig

und trinken statt Wasser Wein.

Und aus Liebe machen 

wir eine Pflicht und Last."

    

Und das Leben kommt dem teuer,

der es zu billig auffasst.

                          Eva Strittmatter

( aus : Alles hat seine Zeit / Natürlich leben. Christlich leben / Der Kalender für Frauen) 2020 )

 

Gerne hätte ich Interessierte am kommenden Samstag und auch schon im März achtsam über die Kissinger Höhe geführt. Corona, die zur Zeit die unsichtbare Herrscherin über die Welt ist, verhindert das leider.

Doch vielleicht macht sich der Eine/ die Eine oder Andere allein auf den Weg und findet eigene Gedanken?

 

Das wäre doch schön.

 

Bleiben Sie, bleibt Ihr gesund und zuversichtlich

Mit herzlichem Gruß

Benigna Grüneberg

 

 

 

 

Mittwoch, den 4. März 2020

 

" Eine Tür haben

  für den Rhythmus

       seines Lebens....

Sie öffnen um andere

         einzulassen...

Sie auch wieder schließen

 um mit sich allein zu sein....

 

Eine Tür haben

  ein Pendel für Nähe

       und Distanz ....

und Abwendung,

 

für Unruhe und Stille ….

 

Eine

      Tür haben,

für den Rhythmus

seines Lebens …. "

 

Ja, es liegt an uns, was wir in uns hineinlassen.

Einatmen und Ausatmen

Inspiration und Aktion

Hören und Reden

Ich und der Andere neben mir

 

Die    B a l a n c e    finden.

 

Am 14. März starte ich wieder, im 8. Jahr :-) mit meinen Achtsamen Gängen auf der " Kissinger Höhe", wo es genau darum geht und wie hilfreich die Natur dafür ist, sie uns an die Hand nehmen möchte.

Herzlich Willkommen!!! 

Termine unter dem Ordner " Achtsame Gänge"

oder sprechen Sie mit mir Alternativtermine für Ihre Gruppe ab.

 

Am 1. April beenden wir West.Künstler*innen unsere " Winterruhe" und laden zum

" Frühlingserwachen" in unser West.Kunst Büdchen ( ab 16.00 Uhr)

 

Frühling lässt sein blaues Band,

wieder flattern durch die Lüfte.

Süße ungeahnte Düfte

streifen ahnungsvoll das Land....

( googelt es mal, das wunderbare Frühlingsgedicht von Eduard Mörike, es lohnt sich :-) )

 

Die Veilchen blühen und viele andere kleine Blumen gibt es zu entdecken.

"Geh aus mein Herz und suche Freud", komponierte Paul Gerhardt

 

Ganz herzlich grüßt Sie

Benigna Grüneberg

 

 

Mittwoch, den 5. Februar 2020

 

Was soll man zu einem Tag wie diesem sagen, wenn man an Thüringen denkt?

Eigentlich fehlen Einem erst einmal die Worte...…..

Der 87jährige FDP Politiker Gerhard Baum hat mir einfach gut getan.

Er fand auch schon treffende, mutige Worte, zu seiner Partei gerichtet, bei der letzten Bundestagsdebatte 1983, in der Helmut Schmidt noch als Bundeskanzler sprechen durfte.

Das waren noch Persönlichkeiten....

Und die AFD johlt und meint allen Ernstes, die Demokratie hätte gesiegt.

Ja, sie sind eben Meister im Verdrehen und Verfremden von Tatsachen und schrecken dafür vor nichts zurück.

Allein die Tatsache, wieviel Häme sie permanent ohne Respekt auf ihre Mitabgeordneten ausschütten, disqualifiziert sie für mich.

Nur ihre diffamierenden Bundestagsredebeiträge zu posten ohne die Antwort, die doch Manches sehr relativiert, ist für mich in keiner Weise mit einer demokratischen Gesinnung vereinbar.

Nun hoffe ich, dass es weise Moderatoren gibt in allen demokratischen Parteien, die einen Ausweg finden aus diesem Elend.

 

" Wir werden sie jagen", meinte Gauland nach der Bundestagswahl.

Was für ein "Programm" einer " demokratischen" Partei

 

Ich wünsche dem heute abgewählten, mit 1 Stimme (!) Ministerpräsident Bodo Ramelow, einem für mich glaubwürdigen, authentischen, christlichen Sozialisten, der weit über seine Partei hinweg große Anerkennung im Lande genoss, Trost und Kraft und Menschen um sich, die ihn halten.

 

Heute fand die 4. Herringer Impulswerkstatt statt mit unseren gewählten Volksvertretern im Land und Bund unter dem Thema:

" Politiker wachrütteln oder umgekehrt? "

Die größte Kunst ist eben die Kommunikation, das Zuhören, das Face to Face, nicht Facebook.

Und ist es nicht auch Lebenskunst, Räume der bunten Begegnung zu schaffen und damit  kreative Impulse für unser aller Miteinander zu setzen?

Daher haben wir diesem Format einen Platz geschaffen unter dem Dach des Fördervereins West.Kunst .

 

Die ersten Schneeglöckchen fangen schon an zu blühen, sogar eine Forsythienblüte wurde schon gesichtet....verrückte Welt.....

 

Einen bewegten Monat Februar wünsche ich allen Gästen unseres Gästebuches

und noch ein Wort zum Schluss:

" Kommt der Mut, geht der Hass"

stand auf den großen Wahlplakaten der " Grünen" bei der Europawahl

Also nur Mut!

Nicht aufgeben!

Benigna Grüneberg

----------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, den 8. Januar 2020

 

…..und meine Seele spannte

weit ihre Flügel aus, 

flog durch die stillen Lande,

als flöge sie nach Haus...

 

aus " Mondnacht" von J. v. Eichendorff

 

Es lohnt sich , dem Gedicht im Netz nachzugehen.

Eigentlich ist es ein Sommergedicht.

Doch wenn man zur Zeit durch die Lande fährt oder besser noch geht, kann man diese Stimmung spüren, diese Stille. Und das tut gut.

Ich habe eine Karte mit diesem Ausschnitt neben meinem Computer liegen und immer wieder spüre ich den Worten nach.

Es erinnert mich auch an ein Bild, welches meine Mutter, meine Schwester und mich auf einer Bank ( von hinten aufgenommen) im August 2019 zeigt, wie wir über die Berglandschaft des Wallis schauen, in die Weite.

Es war die letzte Reise meiner Mutter, ein Herzenswunsch, bevor sie zwei Monate später ihre endgültig letzte Reise antrat.

 

Fritz von Bodelschwingh beschrieb Weihnachten mal so :

" Nach Hause kommen, das ist es,

was das Kind von Bethlehem allen schenken will,

die

weinen

wachen

und wandern

auf dieser Erde."

 

Wir befinden uns nun in der Nachklingzeit nach der Weihnachtsfestzeit,

Epiphanias,

die dann mit Lichtmess am 2. Februar endet.

 

Trotz des nun wieder begonnenen Alltags wünsche ich allen Besuchern unseres Gästebuches, dass Ihnen das gelingt, das Nachklingen lassen.

 

Ein friedliches, gesundes, inspirierendes Neues Jahr 2020 wünsche ich Ihnen

und uns West.Künstler, Förder*innen und Freund*innen einen guten Weg ins 12. West.Kunst Jahr

 

Benigna Grüneberg

 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Freitag, 06 Dezember 2019                    

 

"Ich wünsche Dir Einen, der Dich aufhält
wenn Du in den adventlichen Laufschritt fällst.
Er stelle sich in Deinen Weg, freundlich aber bestimmt,
so dass Du anhalten und zu Atem kommen kannst.

Ich wünsche Dir Einen, der den Ton leise stellt,
wenn es um Dich oder in Dir lärmt und brummt.
Er öffne Dein Ohr, damit Du unter all den Geräuschen
die Stimme des Engels vernimmst, der von Freude singt."
Tina Wilms

Mit diesem wunderbaren Wort grüße ich Alle, die den Weg zu diesem Gästebuch gefunden haben.

Eine gesegnete, lichterfüllte, besinnliche ( Besinnung, etwas Sinn geben, Sinn finden..), freudige, friedliche Advents und Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen/ Euch Allen
Benigna Grüneberg

 

                                  *************